Auch dieses Jahr gibt es einen kleinen Jahresrückblick. Zunächst könnt ihr hier die alten Beiträge von diesem Jahr noch einmal anschauen und nachlesen:

Jetzt fasse ich alles noch einmal kurz zusammen:

Dieses Jahr habe ich mich sehr viel mit Gouache beschäftigt, später kamen noch einige Buntstiftmalereien dazu. Zum Ende des Jahres bin ich wieder zum Aquarell zurückgekehrt, aber nicht nur, weil ich an den Bildern für mein kommendes Kinderbuch „Anna an der Eckernförder Bucht“ arbeite.

Auch in diesem Jahr habe ich so manches ausprobiert oder bin zu anderen Materialien zurückgekehrt: Anfang des Jahres habe ich mich mit Pastell beschäftigt, Mitte des Jahres dann ein paar Mal mit Acryl und Alkoholmarkern. Doch ich merkte, dass alle drei Materialien superschön sind, aber nicht so recht für mich geeignet sind. (Vielleicht ändert sich das irgendwann doch noch mal?) Mit Öl habe ich dieses Jahr nur ganz wenig gemalt und mittlerweile ganz weggepackt.

So schön die Techniken und Materialien sind, sie sind auch genauso aufwändig. Dabei rede ich hier nicht nur vom Malen des Bildes selbst, sondern auch die Vor- und Nachbereitung des Arbeitsplatzes. Ich kann nicht mal eben so einfach „losmalen“, wie ich es bei Aquarell- und Gouachefarben oder Buntstiften machen kann. Pinsel müssen nach dem Malprozess immer direkt gereinigt werden. Ich gebe zu, dafür bin ich etwas zu faul. Ich wasche zwar meine Aquarellpinsel immer mal wieder richtig aus, aber bei weitem nicht nach jedem Malen. Bei Aquarellfarben ist das nicht ganz so schlimm. Bei Gouachefarben muss ich das schon viel häufiger tun. Aber bei Acryl oder Öl muss es nach jedem Maltag sein.

Ich bin gern spontan und möchte nicht zulange an einer Sache herumarbeiten. Darum liebe ich das Aquarell so sehr: Auch mit wenig Zeit kann man ein schönes Bild erschaffen. Gerade wenn mein Tag sehr anstrengend war und ich eigentlich auf nichts mehr Lust habe, ich aber dennoch ein bisschen Sehnsucht nach Malen habe, genau dann brauche ich diese kleinen 15- bis max. 60-minütigen Aquarellbilder. Das ist für mich eine Zeit des Herunterkommens. Und das habe ich dieses Jahr ganz viel gemacht. Weniger große Werke, dafür viele kleine gemalt.

Auch mein Skizzenbuch, oder besser gesagt, meine Skizzenbücher, habe ich dieses Jahr gut gefüllt. Da ich mit drei verschiedenen Materialien in diesem Jahr gearbeitet habe, sind dementsprechend auch mehrere Skizzenbücher im Gebrauch. Sie sind zwar noch nicht alle voll, dafür werden sie es aber mit Sicherheit im nächsten Jahr sein. Bei dem ein oder anderem müssen nur noch ganz wenige Seiten gefüllt werden. Zwar hatte ich mir vorgenommen, diese (zumindest 2 dieser Skizzenbücher) zu füllen, aber dann wollte ich mir den Stress doch nicht machen und so werde ich sie ganz entspannt im Laufe des kommenden Jahres füllen.

Des Weiteren sind in diesem Jahr auch einige Videos entstanden (schaut dazu gerne auch auf meinem Youtubekanal vorbei). So viele, wie ich allerdings noch geplant hatte, habe ich dann doch nicht mehr geschafft. Das wird dann wohl erst im kommenden Jahr. Da ich leider von meiner Kunst noch nicht leben kann, schaffe ich es nicht, regelmäßig Videos zu machen und zu malen. Dafür reicht meine Freizeit einfach nicht. Denn die Kunst mache ich bisher nur in meiner Freizeit. Und ab und zu muss ich mir ja auch eine Pause gönnen. So ist auch mein Urlaub auch mein Urlaub und ich kann mich auf das hier und jetzt konzentrieren und die Zeit, mit denen ich in der Zeit zusammen bin, genießen. Klar male ich auch in dieser Zeit. Dann aber meist nur für mich und ganz ohne Druck.

Apropros Druck: Mein erster Gouachekalender mit fantasievollen Wesen ist in diesem Jahr in den Druck gegangen. Ein paar wenige Exemplare gibt es sogar noch. Einen Nachdruck wird es allerdings nicht geben. Meine Gouachefiguren male ich eigentlich mehr für mich, immer dann, wenn ich Lust auf diese Motive habe (deshalb gibt es immer nur alle paar Monate ein neues Bild).

So manches Mal hatte ich aber auch Lust auf Buntstifte und so sind, vor allem in der Herbst- bzw. Winterzeit, einige neue Skizzen und Bilder mit Buntstiften entstanden. Ich liebe so manches Mal dieses genaue naturgetreue realistische Malen, aber wenn ich daran zu lange arbeite, dann zieht es mich wieder zum Aquarell zurück. Denn da muss ich nicht zwingend genau arbeiten, bzw. kann das flüchtige mit den Details kombinieren. Genau diesen Wechsel liebe ich: Mal detailreich und ein anderes Mal flüchtig und ungenauer. Dennoch erkennt man immer, was meine Bilder darstellen sollen, auch wenn sie mal nicht so realistisch gemalt sind.

Auch in diesem Jahr war ich wieder viel draußen unterwegs zum Zeichnen und Malen. So bin ich auch wieder bei fast jedem Wetter irgendwo unterwegs gewesen. Das ist und bleibt wahrscheinlich mein größtes Hobby: Reisen und Malen miteinander zu verbinden. Deshalb habe ich auch in unserem Sommerurlaub so einiges gemalt. Aus den Bildern wird noch ein besonderes Projekt entstehen. Daran werde ich im neuen Jahr arbeiten und euch daher auch bald mehr davon berichten.

Doch ehe wir jetzt schon ins neue Jahr starten, genießen wir noch die letzten Stunden des alten Jahres. Vielleicht werde ich noch ein wenig malen. Vielleicht aber auch nur mit meinem Mann zusammen vorm Fernseher sitzen. Das entscheiden wir spontan.

Was macht ihr noch in den letzten Stunden?

Meine künstlerischen Pläne für 2022?

  • Anna an der Eckernförder Bucht veröffentlichen (lassen)
  • Meine Skizzenbücher befüllen und neue beginnen
  • ein großes Gouacheprojekt zum Ende bringen (Infos darüber folgen demnächst)
  • noch mehr Videos für meinen Youtubekanal machen
  • weiterhin im Wechsel mit Aquarell, Gouache und Buntstiften malen oder alle drei kombinieren
  • Malreisen, auch Tagestouren, machen
  • ein besonderes Projekt zum Ende bringen (Infos darüber folgen demnächst)
  • evtl. mal wieder (echte) Malkurse geben (sofern es wegen Corona möglich ist)

Es sind zwar nicht viele Pläne, dafür aber Projekte, die etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Ohnehin will ich mir keine zu vielen Pläne machen, da ich weiß, dass ich die Hälfte davon ohnehin nicht umsetzen kann, einfach weil ich es meist zeitlich gar nicht schaffe.

Seid also auch realistisch zu euren Plänen: Schaffe ich das vorgenommene überhaupt? Stresst euch nicht zu sehr mit Plänen! Lasst das neue Jahr ersteinmal beginnen und schaut, was es euch bringt. Geht entspannt ins neue Jahr, ich mache das jetzt auch.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Feiert schön und schaut im neuen Jahr gerne wieder hier in meinem Blog vorbei! Bis bald!

Eure Melanie