Nun habe ich doch noch ein winterliches Bild für euch. Bei all dem Schnee konnte ich es einfach nicht lassen. Allerdings nahm ich statt der Motive, die ich in den letzten Tagen bei unseren Spaziergängen fotografiert habe, ein Foto aus meiner Heimat. Dass ich mich mit ihr noch immer verbunden fühle, wissen manche ja. Daher gibt es auch immer wieder Bilder aus meiner Heimat zu sehen.

Dieses Motiv hatte ich vor etwa 6 Jahren bei meinen Eltern fotografiert. Die Landschaft kann man unmittelbar an unser Dorf angrenzend sehen. Dort führen zwei Bahnschienen entlang. Die eine befindet sich im Bild (die geraden horizontalen Linien) und die andere ist unsichtbar für den Betrachter, da sie hinter mir als Malende/Fotografierende befindet (also sozusagen vor dem hier zu sehenden Motiv). Was man auf dem Bild sehen kann, im vordern rechten Drittel, ist, dass es dort ein Stück abwärts geht. Das liegt daran, dass sich genau dort die Pleiße befindet. Dort an dem sonst so kleinen Fluss habe ich mich als Kind viel aufgehalten. Doch so manches Mal wurde aus dem Rinnsal ein reißender Fluss. Nämlich genau dann, wenn Hochwasser ist. Damals 2002 bei dem großen Hochwasser in Dresden, waren auch wir betroffen, allerdings nicht wegen der Elbe. Doch die Pleiße ist ein weiterer Zufluss, denn sie fließt in die weiße Elster und diese wiederum fließt in die Saale, die dann, nach etlichen Kilometern in die Elbe mündet (bei Schönebeck, südlich von Magdeburg). Auch 2013, als man vom Hochwasser in Sachsen-Anhalt sprach, hatten auch wir schon Hochwasser, noch bevor es überhaupt dort ankam. Aber als es dort ankam, war es zuviel. Darüber wurde ausführlich auf unserem Lokalsender MDR berichtet. Einblicke zum Geschehen können hier noch nachgelesen werden: MDR.

Als ich in Winter/Frühjahr 2015 das Foto machte, erinnerte ich mich auch an diese Katastrophen und auch wenn man nichts mehr davon sieht (oder nur noch sehr wenig, Flächen um die Pleiße wurden als „Überflutungsflächen“ gekennzeichnet). Auch beim Malen kamen diese Erinnerungen (und auch beim Verfassen dieses Textes), aber auch schöne Erinnerungen verbinde ich dort. Wie oft saß ich zusammen mit meinen Freunden dort im Sommer und ließen unsere Füße ins Wasser hängen. Einige wenige male waren wir auch mal so richtig im Wasser, aber zum Baden war meist viel zu wenig Wasser drin. Außerdem war es immer sehr kaltes Wasser, auch im Sommer.