Da melde ich mich doch noch einmal im „alten“ Jahr: Ich glaube ich muss meine Planung für das kommende Jahr noch einmal überarbeiten. Denn ich bin durch Zufall vor einigen Wochen auf eine Künstlerin aufmerksam geworden, durch die ich wieder zu Ölfarben griff. Doch zunächst möchte ich euch einmal erzählen, wie ich überhaupt meine (im Moment noch kleine) Leidenschaft für mich entdeckt habe.

Im Sommer/Herbst 2017 zeigte mir eine befreundete Künstlerin eine Ölmalerin aus Berlin. Sie malte zu dem Zeitpunkt Fantasiewesen und -Figuren, unter anderem auch Meerjungfrauen. Denen widmete sie sogar eine eigene Ausstellung. Von den Bildern, allein schon von der Farbigkeit und den tollen Motiven (ich liebe Meerjungfrauenmotive), war ich so begeistert, dass ich auch mit Ölfarben malen wollte. Da ich ein Jahr zuvor erst nach Kiel gezogen war, hatte ich aber nicht alle meine Malsachen nach Kiel mitgenommen. Gerade Farben wie Acryl oder Filzstifte benutzte ich so selten, dass diese noch bei meinen Eltern blieben. So erfreute ich mich zunächst an dem tollen Artbook, welches die Künstlerin veröffentlicht hatte. Schaut doch mal bei ihr vorbei:

Im selben Jahr, auch im Herbst, besuchten wir (mein Mann und ich) eine Ausstellung im Citti-Park in Kiel, die „Kunstmeile“. Dort begeisterten mich Bilder von Klaus Müller, die ebenfalls mit Öl gemalt wurden. Auch hier waren es maritime Motive. Seine Bilder sind allerdings nicht immer nur in Öl gemalt, oftmals enthalten sie auch andere Techniken, wie Airbrush oder Aquarell. Das erfuhr ich, als ich zu den Kieler Ateliertagen (2018) bei seinem Atelier vorbei schaute und wir uns über seine Kunst unterhielten. Einige Bilder von ihm könnt ihr auf seiner Website entdecken:

Durch Instagram, welches ich seit 2017/2018 häufiger benutze, fand ich eine weitere Künstlerin, die mit Ölfarben malte. Von ihr berichtete ich bereits im Beitrag Inspiriert von … Durch sie bekam ich immer mehr Lust aufs Ölmalen. Ihre Fantasiebilder sind so traumhaft schön, dass ich selbst solche magischen Bilder malen wollte.

Im Frühjahr 2018, nachdem ich dann endlich auch meine anderen Malsachen in Kiel hatte, begann ich das erste Mal mit Ölfarben zu malen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich nur eine kleine Auswahl an billigen Ölfarben, die in einem großen Malset irgendwo dabei waren und ich hatte noch keine Ahnung, wie man mit Öl malt, was man dazu braucht… (das Gespräch mit Klaus war ja erst Monate später). Ich hatte Jahre zuvor schon mal mit Acrylfarben gemalt und dachte, dass es so schwer ja nicht sein könnte. (Meine Acrylbilder kann ich in einem der nächsten Beiträge einmal zeigen, sie sind aber nicht sonderlich hübsch 🤪)

Im April 2018 entstand also dieser Wasserfall sowie die Katze. Ich versuchte mich sogar an einer Meerjungfrau, die ich zuvor einmal in Gouache und auch digital malte. Im September begann ich dann zwei Fantasiemotive, die ich allerdings zu dem Zeitpunkt nicht vollendete.

Über das Internet und nach dem Gespräch mit Klaus (im Oktober 2018) erfuhr ich einiges über die Ölmalerei und merkte, dass ich wahrscheinlich mehr als nur Ölfarben, Leinwand und Pinsel brauchte und so besuchte ich im Dezember 2018 einen Ölmalkurs, in der Hoffnung, dort mehr darüber zu erfahren, was man für einen Start braucht und wie man an ein Bild heran geht (mehrere Schichten malen oder alles in einem Schritt? Wie lagert bzw. transportiert man die (noch feuchten) Bilder? usw.). Dort malte ich dann auch mein erstes Ölbild, nämlich das hier: Himmlische Winterlandschaft

Doch den richtigen Einstieg konnte man mir in dem Kurs leider nicht so recht vermitteln. So brach ich leider den Kurs ab und malte wieder viel mit Aquarellfarben und begann mit Gouache zu arbeiten. Da man bei Gouache auch in Schichten malen kann (ähnlich wie bei Acryl), fand ich den Einstieg hier leichter. Vor allem, weil ich hier (im Gegensatz zu Acryl- oder Ölfarben) nicht ständig alles sofort sauber machen musste. Für unterwegs war das für mich einfach praktischer und die Farben sind ebenfalls deckend und leuchtend (nur nicht genauso wie Öl…).

Im August/September 2019 malte ich dann endlich wieder ein Ölbild, vollendete es aber wieder nicht. Bis heute habe ich das Bild noch nicht fertig. Dabei habe ich es mir so fest vorgenommen. Doch ich wollte hier in Schichten malen und musste das Bild dafür zunächst trocknen lassen. Danach geriet es leider in Vergessenheit. Ich malte plötzlich so viel in Gouache, dass ich seltener zu anderen Materialien griff. Selbst Aquarell benutzte ich weniger. Aber durch einen sehr interessanten Aquarellkurs male ich jetzt auch wieder öfter mit Aquarellfarben (man braucht manchmal eben doch die richtigen Leute, die einen motivieren und weiterbringen…). So blieb das Bild längere Zeit liegen. Mal sehen, wann ich es fertig stellen werde. Das Bild könnt ihr übrigens hier sehen: Aus dem Urlaub zurück (da hatte ich bereits die 2. Schicht gemalt).

Im Dezember 2019 griff ich dann doch wieder zu Ölfarben. Ich vollendete meine zwei kleinen Fantasiemotive, die ich im April 2018 begonnen hatte. Das machte Lust auf mehr (und jetzt hatte ich auch einige Malmittel da und ein Buch über die Ölmalerei, das mir einige Tipps gab). So malte ich noch zwei kleine Motive. Beide in einem Rutsch, also ohne zu warten, dass es irgendwann mal trocken wird. Die Bilder könnt ihr im folgenden Beitrag sehen: Traumhaftes in Öl.

In dem genannten Beitrag erzähle ich auch von weiteren Künstlern, die ich auf Instagram entdeckte. Einige von ihnen sind „Pleinairmaler“, d.h. sie malen draußen und das mit Öl! Sofort war ich davon fasziniert und teilte das ja auch mit euch in dem Beitrag. Auf die Pleinairmalerei gehe ich in einem anderen Beitrag noch einmal ein.

In Inspiriert von … erzähle ich euch noch etwas über den Künstler Rob Kaz, der in 2019 ein Artbook mit seinen Fantasiebildern herausgebracht hatte. Auch seine Landschaftsbilder faszinieren mich total. So fand ich Stück für Stück immer mehr Künstler bei Instagram und folge seitdem einigen und lasse mich inspirieren.

Als ich das Artbook von Rob Kaz erhielt und durchblätterte, musste ich sofort zu meinen Ölfarben greifen und malte den Marienkäfer. Siehe hier: Kleiner Marienkäfer Die vielen Grüntöne in Robs Bildern haben sich direkt in mein Bild übertragen. Außerdem wollte ich die „Lichtstrahlen“ ins Bild bringen, die er auch häufig verwendet. Einige Tage später hatte ich auch schon ein weiteres Bild fertig und noch eines begonnen (aber auch das liegt bis heute unfertig hier herum).

2020 wollte ich eigentlich versuchen, draußen mit Ölfarben zu malen. Einige Ideen hatte ich bereits im Beitrag Traumhaftes in Öl beschrieben bzw. gezeigt. Am wenigsten aufwändig fand ich die Idee mit der kleinen Metallschachtel. Hier noch einmal zur Erinnerung, wie das aussieht:

Doch mir kamen noch Fragen auf, unter anderem: Wie mache ich die Pinsel unterwegs sauber? Was mache ich, wenn ich mehr Bilder als nur eines malen möchte? Wie transportiere ich dann weitere Bilder? Das Pinselproblem hätte ich auch bei einem Skizzenbuch gehabt und hier hätte ich immer noch vorher vorgrundieren müssen. Das war mir noch alles zu vage und ich wollte vorerst noch mehr herausfinden, bevor ich mich mit Öl nach draußen wage. So konnte ich also meinen Plan, 2020 mal mit Öl draußen malen (Pleinair) erstmal vergessen.

Aber wie es der Zufall will, lernt man durch das Urban Sketching, was ich ja nun schon seit dem Sommer 2018 mache, viele verschiedene Leute kennen und so kam ich auch zu „artisttravel“, wo viele Künstler Kurse geben. Eigentlich suchte ich Aquarellkurse und da ich mir auch immer die Bilder der jeweiligen Künstler anschaue, bevor ich einen Kurs belege, stieß ich hier auf einige schöne Bilder von einer Dozentin. Sie ist auch auf Instagram vertreten, sodass ich ihre aktuellen Arbeiten auch verfolgen konnte. Sie malt Pleinair (und bietet auch Kurse im Pleinairmalen an) mit Ölfarben! Da dachte ich: Das wäre perfekt! Doch ihre Kurse sind Malreisen und nur ein einziger Kurs würde wahrscheinlich in unsere Urlausplanung passen. Das müsste ich dann also auch erstmal mit meinem Mann besprechen (er malt zwar auch, aber mit Öl?). Schnell verwarf ich das ganze wieder. So stöberte ich einfach weiter in ihrem Profil bei Instagram und stieß dann auf das hier:

Das klang so interessant, dass ich es mir näher anschaute. Doch dann kam einiges dazwischen und ich dachte nicht mehr an das Buch oder an die Ölmalerei. 2020 war ja ohnehin ein verrücktes Jahr… Doch dann fand ich November/Dezember endlich wieder ein bisschen Zeit zum „Instagram gucken“ und sah dabei natürlich auch wieder schöne Ölbilder, die mich wieder verführen wollten. „Mal wieder mit uns“ riefen die Farben mir regelrecht zu, aber ich nahm sie nicht. Ich wollte doch weiter Aquarellmalen. Seit September setzte ich mich viel mit Aquarellfarben hin, um endlich richtig Aquarell zu lernen… Doch wenn mich das Material „ruft“, muss man dem dann nicht nachgeben? *hihi* Also malte ich dann doch wieder mit Öl: Sommerliche (Mini-) Ölbilder. Dabei fiel mir dann auch wieder das Buch ein: Fix bestellte ich es bei einer Buchhandlung und nun liegt es hier bei mir. Über das Buch schreibe ich später noch ausführlicher. Hier sei nur gesagt: Es hat sich gelohnt, es motiviert mich, noch mehr mit Öl zu malen. Vielleicht schaffe ich es nun in 2021 endlich mit Ölfarben auch draußen zu malen.

Bisher kann ich nur sagen, dass ich es immer wieder versucht habe, mit Öl zu malen, aber es nie so richtig geschafft (dauerhaft) damit zu arbeiten. 2021 möchte ich mich nun etwas mehr mit der Ölmalerei auseinandersetzen und das Buch wird mich dabei unterstützen (mehr zum Buch in einem weiteren Beitrag).

Hier noch ein inspirierendes Bild der Künstlerin:

Lasst euch inspirieren, habt einen schönen Tag und einen tollen Start ins neue Jahr. Nun hört ihr wirklich erst im neuen Jahr wieder von mir 😛